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Mitarbeiter werben Mitarbeiter in der Gebäudereinigung: Wie hoch sollte die Prämie sein?

20. Oktober 2026Team Gebäudereinigungsbooster6 Min. Lesezeit

Kurzantwort

Ein Empfehlungsprogramm funktioniert in der Gebäudereinigung gut, weil Reinigungskräfte oft Familie und Bekannte mitbringen. Bewährt ist eine Prämie in zwei Stufen: ein Teil bei Arbeitsbeginn, der Rest nach der Probezeit. So zahlen Sie nur für Empfehlungen, die bleiben.

Eine Geldprämie ist Arbeitslohn und damit steuer- und sozialversicherungspflichtig. Steuerfrei sind nur Sachbezüge bis 50 € im Monat — ob Ihre Gestaltung darunter fällt, sollten Sie mit Ihrem Steuerbüro klären. Und: Empfehlungen sind ein guter Zusatz, aber kein planbarer Weg für mehrere Stellen auf einmal.

Titelbild: Mitarbeiter werben Mitarbeiter in der Gebäudereinigung: Wie hoch sollte die Prämie sein?

1. Warum Empfehlungen in der Reinigung so gut funktionieren

Wer jemanden empfiehlt, steht mit seinem Namen dafür ein. Deshalb bringen Empfehlungen oft zuverlässige Leute, die schneller eingearbeitet sind und länger bleiben. In der Gebäudereinigung kommt dazu: Viele Reinigungskräfte kennen andere, die gerade eine Stelle suchen oder in einem anderen Betrieb unzufrieden sind.

Ohne Programm passiert das zufällig. Mit einem klaren Programm wird es zur festen Quelle — wenn die Regeln einfach sind und jeder sie kennt.

2. Wie hoch die Prämie sein sollte

Eine feste Regel gibt es nicht. Die Prämie muss so hoch sein, dass sie sich für Ihre Mitarbeitenden spürbar anfühlt, und so niedrig, dass sie günstiger ist als andere Wege der Personalgewinnung. Orientierung gibt die Frage: Was kostet Sie heute eine Einstellung über Anzeigen, Portale oder Zeitarbeit?

Bewährt ist die Auszahlung in zwei Stufen:

  • erster Teil, wenn die empfohlene Person den Vertrag unterschreibt und anfängt
  • zweiter Teil nach bestandener Probezeit

Für Vorarbeiter oder Objektleitung darf die Prämie höher sein als für Reinigungskräfte, weil diese Stellen schwerer zu besetzen sind.

3. Steuer und Sozialversicherung

Eine Geldprämie für eine Empfehlung ist Arbeitslohn. Sie wird mit der Lohnabrechnung versteuert und ist sozialversicherungspflichtig. Bei Minijobbern kann sie die Verdienstgrenze von 603 € im Monat sprengen — planen Sie das ein.

Sachbezüge sind bis 50 € im Monat steuerfrei (§ 8 Abs. 2 EStG). Das ist eine Freigrenze: Wird sie überschritten, ist der ganze Betrag steuerpflichtig. Ob und wie sich eine Empfehlungsprämie als Sachbezug gestalten lässt, zum Beispiel als Gutschein, sollten Sie vorher mit Ihrem Steuerbüro klären.

4. So machen Sie das Programm bekannt

Ein Programm, das niemand kennt, bringt nichts. In der Reinigung erreichen Sie die Leute nicht per Rundmail:

  • kurze Nachricht in den WhatsApp-Gruppen der Objekte
  • Aushang mit Bild und Betrag in der Einweisung neuer Leute
  • persönliche Ansprache durch Vorarbeiter im Objekt
  • ein einfacher Weg, die Empfehlung abzugeben, etwa ein Link zum Weiterleiten

Wichtig ist die Geschwindigkeit: Wer empfohlen wird, sollte innerhalb eines Tages einen Anruf bekommen. Sonst verliert die Empfehlende das Vertrauen ins Programm.

5. Wann Empfehlungen nicht mehr reichen

Empfehlungen haben eine Grenze: Ihre Mitarbeitenden kennen nur eine begrenzte Zahl an Leuten. Für eine Stelle zwischendurch reicht das oft. Für ein neues Objekt, das morgen zehn Leute braucht, nicht.

Dann braucht es einen zweiten Weg, der planbar Bewerbungen bringt: Anzeigen in Social Media, die gezielt Menschen im Umkreis Ihrer Objekte erreichen. Empfehlungsprogramm und Anzeigen ergänzen sich gut, weil beide von einem guten Ruf als Arbeitgeber leben. Mehr dazu auf der Seite zur Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen.

6. Typische Fehler bei Mitarbeiter werben Mitarbeiter

  • Prämie komplett bei Arbeitsbeginn statt in zwei Stufen
  • Steuer und Sozialversicherung nicht eingeplant
  • Minijob-Grenze durch die Prämie überschritten
  • Programm nur einmal angekündigt und dann vergessen
  • empfohlene Personen warten tagelang auf Rückmeldung
  • Prämie nicht ausgezahlt, weil die Regeln unklar waren

Aus der Praxis: POINT Gebäudereinigung

Die POINT Gebäudereinigung verlässt sich nicht nur auf Empfehlungen, sondern gewinnt mit uns planbar Bewerbungen über Anzeigen in Social Media. Über drei Kampagnen kamen mehr als 210 Bewerbungen, über 20 neue Mitarbeitende wurden eingestellt.

„Wenn wir Stellen besetzen müssen, geht das in kürzester Zeit.“ — Inhaber und Geschäftsführer, POINT Gebäudereinigung

Den ganzen Fall lesen

Fazit

Mitarbeiter werben Mitarbeiter ist einer der günstigsten Wege zu guten Reinigungskräften. Die Hebel:

  • Prämie in zwei Stufen, gekoppelt an die Probezeit
  • Steuer, Sozialversicherung und Minijob-Grenze vorher klären
  • Programm regelmäßig über Vorarbeiter und WhatsApp sichtbar machen
  • für größeren Bedarf einen planbaren zweiten Weg haben

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie zu den Empfehlungen planbar weitere Bewerbungen in Ihrer Region bekommen, sprechen wir gern mit Ihnen darüber.

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Team der Fiedler-Performance GmbH erstellt, das sich auf Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen spezialisiert hat. Ziel ist es, Inhabern praxisnahe Orientierung zu geben, damit Personalaufbau planbar wird.

Über diesen Ratgeber

Wir informieren Sie hier über wichtige Themen für Gebäudereinigungen. Dazu gehören die Personalgewinnung und -bindung, die Neukundenakquise, die passende Software sowie die Gestaltung des perfekten Online-Auftritts für eine Reinigungsfirma.