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Zeitarbeit oder eigene Reinigungskräfte: Was rechnet sich für eine Gebäudereinigung?

13. Oktober 2026Team Gebäudereinigungsbooster6 Min. Lesezeit

Kurzantwort

Zeitarbeit lohnt sich für eine Gebäudereinigung nur als Überbrückung: bei Krankheitswellen, Sonderreinigungen oder dem Start eines neuen Objekts. Auf Dauer ist eigenes Personal fast immer günstiger, weil Sie bei Leiharbeit neben dem Lohn die Marge des Verleihers mitbezahlen und die Leute nicht an Ihren Betrieb binden.

Der eigentliche Grund, warum Betriebe bei Zeitarbeit bleiben, ist selten der Preis, sondern fehlende Bewerbungen. Wer eigenes Personal planbar gewinnt, braucht Zeitarbeit nur noch für echte Spitzen.

Titelbild: Zeitarbeit oder eigene Reinigungskräfte: Was rechnet sich für eine Gebäudereinigung?

1. Warum viele Gebäudereinigungen auf Zeitarbeit ausweichen

Das neue Objekt startet am Ersten, die Leute fehlen. Zeitarbeit ist dann die schnelle Lösung: ein Anruf, und am Montag steht jemand im Objekt. In dieser Lage ist das nachvollziehbar und oft richtig.

Problematisch wird es, wenn aus der Überbrückung ein Dauerzustand wird. Dann zahlen Sie Monat für Monat mehr pro Stunde, haben wechselnde Gesichter im Objekt und bauen kein eigenes Team auf. Der Kunde merkt das an der Qualität — und Sie an der Marge.

2. Was Leiharbeit wirklich kostet

Der Verleiher stellt Ihnen nicht nur den Lohn in Rechnung, sondern einen Verrechnungssatz, der Lohnnebenkosten, Ausfallrisiko, Verwaltung und Gewinn enthält. Wie hoch der Aufschlag ist, hängt vom Anbieter und der Region ab. Lassen Sie sich den Stundensatz geben und stellen Sie ihn Ihren eigenen Kosten pro Stunde gegenüber.

Dazu kommen Kosten, die in keiner Rechnung stehen: Einarbeitung jeder neuen Leihkraft, Reklamationen durch wechselnde Besetzung und die Zeit Ihrer Objektleitung, die ständig neue Leute einweisen muss. Rechnen Sie diese Stunden einmal für ein Quartal zusammen. Die Summe überrascht viele Inhaber, weil sie sich auf viele kleine Momente verteilt: das zweite Erklären des Reinigungsplans, der Anruf beim Kunden, die Nachkontrolle am Abend.

3. Die gesetzlichen Grenzen der Zeitarbeit

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz setzt zwei Grenzen, die für die Planung wichtig sind:

  • Equal Pay nach neun Monaten: Ab dem zehnten Monat im selben Einsatzbetrieb muss die Leihkraft grundsätzlich so bezahlt werden wie vergleichbare Stammbeschäftigte (§ 8 Abs. 4 AÜG). Ausnahmen gibt es über Branchenzuschlagstarife.
  • Höchstens 18 Monate: Dieselbe Leihkraft darf in der Regel höchstens 18 aufeinanderfolgende Monate beim selben Entleiher eingesetzt werden (§ 1 Abs. 1b AÜG).

Spätestens dann müssen Sie ohnehin entscheiden: übernehmen oder neu besetzen.

4. Wann Zeitarbeit sinnvoll ist

Zeitarbeit hat ihren Platz:

  • kurzfristige Ausfälle, die Ihr eigenes Team nicht abfangen kann
  • befristete Sonderreinigungen mit vielen Stunden
  • der Start eines großen Objekts, bis eigene Leute eingearbeitet sind
  • Spezialtätigkeiten, für die Sie selbst kein Personal vorhalten

In allen anderen Fällen ist eigenes Personal die bessere Wahl. Es kennt das Objekt, die Abläufe und den Kunden — und es bleibt, wenn Sie gut führen.

5. Wie Sie von der Zeitarbeit wegkommen

Der Weg weg von der Zeitarbeit führt über planbare Bewerbungen. Wer weiß, dass er für eine offene Stelle innerhalb weniger Wochen genug passende Bewerbungen bekommt, braucht keinen Verleiher als Sicherheitsnetz.

Genau dafür ist der Gebäudereinigungsbooster gebaut: Anzeigen in Social Media im Umkreis Ihrer Objekte, Bewerbung in zwei Minuten, Umschalten innerhalb von Stunden, wenn ein neues Objekt kommt. Ohne Vermittlungsgebühr pro Einstellung. Mehr dazu auf der Seite zur Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen.

6. Typische Fehler bei Zeitarbeit in der Gebäudereinigung

  • Zeitarbeit als Dauerlösung statt Überbrückung
  • Verrechnungssatz nie mit den eigenen Kosten pro Stunde verglichen
  • die 9- und 18-Monats-Grenzen nicht im Kalender
  • gute Leihkräfte nicht übernehmen, obwohl es möglich wäre
  • eigenes Recruiting einstellen, weil „der Verleiher ja liefert“
  • Qualitätsprobleme durch wechselnde Besetzung dem Kunden erklären müssen

Aus der Praxis: Hiltensberger Gebäudereinigung

Die Hiltensberger Gebäudereinigung baut ihr Personal mit uns aus eigener Kraft auf, über Anzeigen in Social Media im Umkreis der Objekte. Über 10 Kampagnen kamen mehr als 300 Bewerbungen, 17 davon in den ersten 48 Stunden. Über 30 neue Mitarbeitende wurden eingestellt.

„Das Ergebnis war krass.“ — Markus Hiltensberger, Inhaber und Geschäftsführer

Den ganzen Fall lesen

Fazit

Zeitarbeit ist ein Werkzeug für Spitzen, keine Personalstrategie. Die Hebel:

  • Verrechnungssatz gegen eigene Kosten pro Stunde stellen
  • 9- und 18-Monats-Grenzen im Blick behalten
  • gute Leihkräfte übernehmen
  • eigene Bewerbungen planbar machen, damit Zeitarbeit die Ausnahme bleibt

Wenn Sie wissen möchten, wie schnell Sie in Ihrer Region eigenes Personal aufbauen können, sprechen wir gern mit Ihnen darüber.

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Team der Fiedler-Performance GmbH erstellt, das sich auf Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen spezialisiert hat. Ziel ist es, Inhabern praxisnahe Orientierung zu geben, damit Personalaufbau planbar wird.

Über diesen Ratgeber

Wir informieren Sie hier über wichtige Themen für Gebäudereinigungen. Dazu gehören die Personalgewinnung und -bindung, die Neukundenakquise, die passende Software sowie die Gestaltung des perfekten Online-Auftritts für eine Reinigungsfirma.