Employer Branding in der Gebäudereinigung: Warum sollten Leute lieber bei Ihnen arbeiten?
Employer Branding heißt für eine Gebäudereinigung: zeigen, warum es sich bei Ihnen besser arbeitet als beim Betrieb nebenan. Das sind selten große Werte, sondern handfeste Dinge — pünktlicher Lohn, feste Objekte, ein Vorarbeiter, der zuhört, Arbeitskleidung, faire Schichtplanung. Wer diese Dinge sichtbar macht, bekommt mehr und bessere Bewerbungen.
Hochglanzvideos und Werte-Leitbilder braucht dafür niemand. Echte Fotos aus dem Team und zwei, drei ehrliche Sätze von Mitarbeitenden wirken in dieser Branche stärker als jede Kampagne.
1. Warum Arbeitgebermarke in der Reinigung überhaupt zählt
Für eine Reinigungskraft sehen von außen alle Gebäudereinigungen gleich aus: ähnliche Stundenlöhne, ähnliche Objekte, ähnliche Anzeigen. Wenn nichts unterscheidet, entscheidet der Zufall — oder ein paar Cent mehr pro Stunde beim Wettbewerber.
Gleichzeitig ist die Fluktuation in der Branche hoch. Jede Reinigungskraft, die lieber bei Ihnen bleibt und Bekannte mitbringt, spart Ihnen eine neue Suche. Genau das leistet eine Arbeitgebermarke.
2. Was Reinigungskräfte wirklich überzeugt
Fragt man Reinigungskräfte, warum sie gewechselt haben, hört man selten „Unternehmenskultur“. Man hört:
- Der Lohn kam zu spät oder war falsch abgerechnet
- Ständig andere Objekte, nie ein fester Plan
- Niemand war erreichbar, wenn etwas schiefging
- Zu wenig Zeit für zu viel Fläche
- Kein Respekt vom Vorarbeiter oder vom Kunden
Ihre Arbeitgebermarke ist die Antwort auf genau diese Liste. Was Sie davon besser machen, ist Ihr Versprechen.
3. Ihr Versprechen in drei Sätzen
Formulieren Sie, was bei Ihnen anders ist, in Sätzen, die eine Reinigungskraft versteht:
- „Ihr Lohn ist am Ersten auf dem Konto. Immer.“
- „Sie haben feste Objekte und einen festen Ansprechpartner.“
- „Wenn etwas fehlt, ist es am nächsten Tag da.“
Diese Sätze gehören in jede Stellenanzeige, auf die Karriereseite und in das Gespräch beim Kennenlernen. Wichtig: Nur versprechen, was im Alltag auch stimmt. Ein gebrochenes Versprechen spricht sich unter Reinigungskräften schneller herum als jede Anzeige.
4. Wie Sie das sichtbar machen
Die Arbeitgebermarke muss dort stattfinden, wo die Leute sind:
- echte Fotos aus dem Team statt Stockbilder, mit Einverständnis
- kurze Videos vom Vorarbeiter: „So läuft Ihr erster Tag bei uns“
- Zitate von Mitarbeitenden in der Anzeige und auf der Website
- Google-Bewertungen auch von Mitarbeitenden, nicht nur von Kunden
- eine Karriereseite, die am Handy in einer Minute zu lesen ist
Diese Inhalte nutzen Sie dann in Anzeigen auf Facebook und Instagram, im Umkreis Ihrer Objekte. So entsteht über Wochen ein Bild: „Das ist der Betrieb, wo es fair zugeht.“ Wie wir das für Gebäudereinigungen aufbauen, zeigt unsere Seite zur Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen.
5. Wann sich der Aufwand lohnt
Employer Branding lohnt sich, sobald Sie regelmäßig Stellen besetzen müssen, etwa ab 20 Mitarbeitenden oder bei mehreren neuen Objekten pro Jahr. Dann wirkt jeder Inhalt mehrfach: in der Anzeige, auf der Website und im Gespräch.
Für den Start reicht wenig: ein Nachmittag mit dem Handy in zwei Objekten, drei kurze Gespräche mit langjährigen Mitarbeitenden, ein ehrlicher Text. Perfekt muss das nicht aussehen, aber echt. Gerade das leicht Unperfekte wirkt in dieser Branche glaubwürdiger als ein Imagefilm, weil es zeigt, wie es im Objekt wirklich aussieht.
6. Typische Fehler beim Employer Branding
- Werbesprache wie „familiäres Umfeld“ ohne Belege
- Stockfotos, auf denen niemand putzt
- Versprechen, die im Alltag nicht gehalten werden
- nur die Geschäftsführung kommt zu Wort, nie das Team
- Karriereseite nur am Computer lesbar
- negative Bewertungen von Mitarbeitenden unbeantwortet lassen
Aus der Praxis: Hiltensberger Gebäudereinigung
Die Hiltensberger Gebäudereinigung gewinnt ihr Personal mit uns über Anzeigen in Social Media. Über 10 Kampagnen kamen mehr als 300 Bewerbungen, 17 davon in den ersten 48 Stunden. Über 30 neue Mitarbeitende wurden eingestellt.
„Das Ergebnis war krass.“ — Markus Hiltensberger, Inhaber und Geschäftsführer
Fazit
Arbeitgebermarke in der Gebäudereinigung ist kein Marketingprojekt, sondern das sichtbare Ergebnis guter Führung. Die Hebel:
- drei ehrliche Sätze, was bei Ihnen anders ist
- echte Fotos und Stimmen aus dem Team
- diese Inhalte gezielt in der Region zeigen
- nur versprechen, was der Alltag hält
Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Betrieb als Arbeitgeber in der Region wirkt und was das für Bewerbungen bedeutet, sprechen wir gern mit Ihnen darüber.
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Team der Fiedler-Performance GmbH erstellt, das sich auf Mitarbeitergewinnung für Gebäudereinigungen spezialisiert hat. Ziel ist es, Inhabern praxisnahe Orientierung zu geben, damit Personalaufbau planbar wird.
Über diesen Ratgeber
Wir informieren Sie hier über wichtige Themen für Gebäudereinigungen. Dazu gehören die Personalgewinnung und -bindung, die Neukundenakquise, die passende Software sowie die Gestaltung des perfekten Online-Auftritts für eine Reinigungsfirma.